Leitbild | Konzeption | 1. Rahmendaten | 2. Pädagogische Schwerpunkte | 3. Tabellarisches | 4. Verweissammlung



Leitbild / Konzeption


Leitbild

Der Freie Kindergarten Deggendorf, insbesondere deren Erzieherinnen, der Elternbeirat, engagierte Eltern und der Vorstand des Trägervereins hat im August 2006 folgendes Leitbild formuliert:

pdf-Symbol Leitbild (im PDF-Format, .pdf)

Konzeption


Um doppelte Veröffentlichungen zu vermeiden, wird innerhalb dieser Konzeption auf weitere Texte verwiesen.

Alle Daten sind Stand 01.09.2011; die in den pädagogischen Schwerpunkten geschilderten Tages-, Wochen- und Jahresrhytmen, handwerkliche Tätigkeiten, Gedichte sowie Speisepläne sind beispielhaft und können jederzeit angepasst werden.

 1. Rahmendaten


 2. Pädagogische Schwerpunkte

Im Freien Kindergarten Deggendorf wird nach den Zielen des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes gearbeitet. Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit steht die alters- und entwicklungsmäßige Vermittlung und Förderung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Eigenschaften, die das Kind in seinem Selbstvertrauen und seiner Zuversicht, sowie seiner Neugierde und seiner Freude am Lernen stärken. Gleichzeitig wollen wir Freundlichkeit, Lebendigkeit und Ungezwungenheit, eine liebevolle und kindorientierte Atmosphäre.

Bei allem Handeln im Kindergarten wird unser Leitbild (im PDF-Format, .pdf) berücksichtigt, um die Erziehungsziele zu erreichen. Die Grundlagen der Waldorfpädagogik und unsere pädagogische Konzeption werden dabei stets beachtet.


Als Dr. Rudolf Steiner 1919 die erste Freie Waldorfschule gründete, hielt er den zukünftigen Pädagogen 14 Vorträge über "Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik". Es ging ihn dabei um eine Kunde vom Menschen, die zugleich Wissenschaft ist und Liebekräfte erweckt. Bei der sog. Anthroposophie schlossen sich Anthropologie, Psychologie und Geisteswissenschaft zu einer Weisheit zusammen, die das ganze Wesen des Menschen nach Leib, Seele und Geist erfasst.

Jede Zeit stellt auf ihrer Zivilisationsstufe neue Aufgaben an die Erziehung. Wir haben heute andere Lebensbedingungen als vor einhundert Jahren. Dennoch sind die menschenkundlichen Grundlagen der Waldorfpädagogik auch heute noch Leitfaden und geistiger Impuls für die Erziehung in den Waldorfeinrichtungen und haben durch neuere Forschungen in der Medizin, der Psychologie und durch die Neurowissenschaften beachtliche Bestätigung gefunden (siehe Bildungs- und Erziehungsplan ("BEP") 2.1, Bild vom Kind).

Waldorfpädagogik stellt sich den sozialgesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit, um Kindern die bestmöglichen Entwicklungsbedingungen zu schaffen, dafür zu sorgen, dass sie gesund heranwachsen und ihre eigene Lebensaufgabe ergreifen können. Im Kind begegnet uns die volle Würde des Menschen, auch wenn sich diese noch nicht aussprechen kann: Der Erwachsene kann am Kind Menschlichkeit lernen. (BEP 2.2)


2.1. Entwicklungsphasen

2.1.1. Kinder von 2 bis 3 Jahren

In diesem Altersabschnitt steht im Vordergrund die Bewegungsentwicklung, die Sprachentwicklung und daraus erwachend ein erstes Erinnern und Denken.

Mit der Phase des Gehen lernen setzt bei den Kindern ein unermüdliches Bemühen ein, die Bewegungen zu üben und zu koordinieren. Auch mit 2 Jahren ist dieser Prozess noch deutlich zu beobachten. Es ist ein großes Erfolgserlebnis, wenn sie aus eigener Kraft ein Spielzeug am anderen Ende des Zimmers erreichen, es in die Hand nehmen und mit sich herumtragen können. Je selbstständiger sie dabei auf die Welt zugehen können, um so sicherer und vielfältiger wird die Bewegungskoordination des ganzen Körpers. Die Umwelt wird im Zugehen und Be-greifen erfahren. Körperliches und seelisches Gleichgewicht wird dabei gestärkt. Alle Sinne sind bei diesen Erlebnissen offen und werden trainiert.

In diesem Zugehen auf die Welt setzt mit zunehmender Bewegungsgeschicklichkeit der Drang ein, auch alles zu benennen, was da erlebt wird. Der Erwachsene wird vom Kind aufgefordert, den umgebenden Ereignissen und Dingen eine Bezeichnung zu geben. Alles wird aufgenommen was Sprache ausmacht: Stimme, Ton, Gesichtsausdruck, Geste, Körperhaltung und Bewegung des Sprechenden. Das Kind ist ganz in dem Element von Melodie und Rhythmus der Sprache und es beginnt nachzusprechen. Sprach- und Bewegungsentwicklung sind ganz eng miteinander verbunden: je feiner das Gefühl für die eigene Körperbewegung und -beherrschung sich ausbildet, um so mehr ist auch eine gute Sprachbildung zu beobachten.

Bei voranschreitendem Sprachprozess erwacht daran auch das Empfinden der eigenen Persönlichkeit. Ganz deutlich ist an den Kindern abzulesen, wenn sie mit dem Wort "ICH" auch wirklich sich selbst bezeichnen. Sie erinnern sich an ein Gestern und beginnen einfache Zusammenhänge zu verstehen. Sie drücken das im Spiel aus: erste Rollenspiele entstehen und Spielzeuge, wie z. B. ein Bauklotz, werden in der Phantasie zu dem verwandelt, was gerade benötigt wird. In der Zeit des Spracherwerbs war die Funktion des Spielzeugs noch ganz real an die wahre Benennung gebunden.

In allen drei Phasen benötigt das Kind Raum, Zeit und Ruhe. Raum für ein Zugehen auf die Welt, Zeit für Erfahrungen und Üben, Ruhe für Sammlung und Konzentration.


2.1.2. Kinder von 3 bis 5 Jahre

Immer deutlicher zeigt sich jetzt bei den Kindern eine neue Fähigkeit: die kindliche Phantasie. Diese will ständig Neues schaffen und umwandeln. Durch Anlässe von außen angeregt werden viele Gegenstände "zweckentfremdet" und irgendwelche Materialien, die nur entfernt an etwas erinnern, werden mit Hilfe der Phantasie zu "echten" Dingen.

Die Kinder ahmen die Handlungen, Erlebnisse des täglichen Lebens nach, die Spielprozesse wandeln sich dauernd. Die Konzentration liegt in der Kontinuität des Spiels.

Wichtig ist, dass die Phantasie über das Vorhandene hinausgehen kann, dass sie etwas zu tun hat, denn durch die von innen kommende Aktivität wächst im Kind das Vorstellungsvermögen, das in späteren Jahren als Grundlage des schulischen Lernens benötigt wird.

Wie nebenbei verinnerlicht das Kind im freien Spiel auch seine Welterfahrung. Es "begreift" buchstäblich naturgesetzliche Zusammenhänge. Dieser Wissenserwerb der "Selbstbildung" erfolgt nicht durch gedankliche Betrachtung und Reflexion, sondern durch tätiges Sich-Verbinden mit der Welt und intensivster Wahrnehmung der Phänomene.

Die Sprach- und Bewegungsentwicklung ist weiter vorangeschritten, alle seelischen und geistigen Aktivitäten sind ganz nach außen gerichtet, sinnlich konkret mit der Umgebung verbunden. Auch das Gedächtnis ist noch daran gebunden (Lokalgedächtnis).


2.1.3. Kinder von 5 bis 7 Jahre

Um das 5. Lebensjahr herum hat das Kind schon eine beachtliche Sprach- und Bewegungskompetenz erreicht. Die Kinder werden geschickt bis in die Fingerspitzen hinein. Immer mehr erwacht soziales Verhalten, die Fähigkeit zur Antizipation von Handlungsabläufen tritt hervor; das heißt, die Kinder haben jetzt ein inneres Bild; unabhängig von äußeren Reizen, setzen sie dies in ihr Spiel um. Sie verfügen schon über ein beachtliches Maß an Überschau und organisieren sinnvolle Abläufe mit Regeln und Rangordnungen. Weil ganze Handlungsabläufe erinnert- und zielgerichtet nachvollzogen werden können, wird auch das Spiel ausdauernder.

Spontan können sich diese Kinder noch auf jede Neuigkeit, die sich während des Spiels ergibt, einlassen und fügen sie phantasievoll in den Ablauf ein. Mit großer Freude und wachsender Ausdauer können sich die Kinder dieser Altersstufe auch einer Aufgabe, z. B. einer Werk- oder handarbeit zuwenden; auch zeigt sich die Phantasie beim Formen mit Bienenwachs und beim Malen mit Wachs- und Aquarellfarben.

Das schulreife Kind hat körperlich den Gestaltwandel vollzogen, befindet sich im Zahnwechsel, zeigt Geschicklichkeit im sensomotorischen Bereich, innerlich verfügt es über ein Vorstellungsvermögen, da sich vom sinnlich Konkreten unabhängig macht und gedanklich Wahrgenommenes verarbeiten kann und nun als Denkfähigkeit zu Tage tritt.( Siehe BEP 2.2 bis 2.9)


2.2. Pädagogische Gestaltung

2.2.1. Kleinkindbereich

In der Beobachtung der Kinder zwischen 2 und 3 Jahren hat sich gezeigt, dass ihre Bedürfnisse sich deutlich von den älteren unterscheiden. Um eine optimale Förderung der grundlegenden Fähigkeiten der Bewegungs-, Sprach-, und Denkentwicklung zu erreichen, gibt es in der Einrichtung eine Kleinkindgruppe mit 10 Kindern.

Wichtige Gestaltungskriterien sind dafür:


2.2.2. Altersgemischte Gruppe

Erfahrungsgemäß sind die Kinder zwischen 3 und 4 Jahren "kindergartenreif", d. h. sie sind körperlich und seelisch in der Lage, sich in einer größeren altersgemischten Gruppe zurechtzufinden und sich dort wohl zu fühlen. In besonderen, vorher abgesprochenen Fällen, nehmen wir auch jüngere Kinder auf. Für die speziellen Bedürfnisse kleinerer Kinder ist eine Kleinkindgruppe eingerichtet (ab 2,5 Jahren).

Das Kind hat einen nicht nachlassenden Tätigkeitsdrang, grenzenlose Offenheit und Hingabefähigkeit an alle Eindrücke und Einflüsse der Umgebung, Ur-Vertrauen in die Welt und Ur-Vertrauen in die eigenen Kräfte.

Das leiblich, seelische und geistige Zusammenspiel der Kräfte ist ein äußerst sensibler, störanfälliger Prozess, der immer wieder Anstrengung erfordert in ein gesundes Gleichgewicht gebracht zu werden. Daraus erwächst für den Erzieher die Aufgabe, dem Kind Orientierung zu geben, Verantwortung zu übernehmen und eine entwicklungsfördernde Umgebung zu gestalten, die Anreize bietet für die notwendigen Erfahrungen, die soziale Interaktion fördert und zugleich einen Schutzraum schafft, in welchem sich das Kind ungestört entfalten kann.


Mit diesem Anliegen stimmt die moderne Salutogeneseforschung ("Herkunft der Gesundheit") in allen Bereichen mit der Waldorfpädagogik überein.

Zusammenfassend gilt für die pädagogische Umgebung des Kindes: Ist diese verlässlich geordnet, rhythmisch strukturiert, seelisch gefestigt und geistig authentisch, dann gibt sie dem Kind Halt und diesen Halt benötigt das Kind um sich im Spiel, seinem "Beruf", frei entfalten zu können.

Für ihr Spiel brauchen die Kinder viel Bewegungsfreiraum. Das Spielmaterial ist einfach und vielfältig: Körbe mit Zapfen, Kastanien, Muscheln und Steinen, Wurzeln und Hölzern, dazu Tücher und Spielständer, Bänder, einfache Puppen, gestrickte Tiere - nichts ist fertig, alles kann sich verändern von einem Augenblick zum nächsten, ein Stückchen Holz, gerade noch ein Bügeleisen, wird zum Telefon. So werden Phantasiekräfte gepflegt und entwickelt, die später zur Grundlage eines kreativen Denkens werden können. (siehe BEP 7.2 bis 7.9).


2.3. Bewusstes Miterleben und Gestalten eines gesunden Ernährungsverhaltens (BEP 7.10)

Die Kinder bereiten täglich mit einer Erzieherin kleine Mahlzeiten zu. Die Lebensmittel stammen ausschließlich aus biologisch-dynamischen Landbau.

Die Gerichte wechseln täglich, sind aber in einem wöchentlichen Wiederholungscharakter. Die Frühstückszubereitung hat also auch einen rhythmischen Aspekt, der sich ebenfalls gesundheitsbildend auf die Kinder auswirkt!

So riecht es bei uns jeden Tag köstlich!

Folgende Getreidearten sind in unserem Ernährungsplan vorhanden: Roggen, Hafer, Hirse, Reis, Weizen und Dinkel. Wir praktizieren eine ausschließlich vegetarische Vollwerternährung. Als Getränke werden immer Kräutertee und Wasser, bei Festen Saftschorlen aus 100% Fruchtsaft angeboten.

Bei der Essenszubereitung entstandene Reste, z.B. Schalen oder Krümel vom Tisch, kommen in den Bio-Abfall, bei uns "Mutter-Erde-Eimer" genannt. Den Kindern ist der Vorgang des Kompostierens und Wiedereingliederns in den Naturkreislauf bekannt.

Die täglich frisch zubereiteten Speisen werden bei einem gemeinsamen Frühstück verspeist. Dazu gehören auch das Tischdecken durch die "Helferkinder", das richtige Geschirr und die richtige Anzahl an solchem. Zudem werden die Tische mit Kerzen und Blumen (je nach Jahreszeit) geschmückt.

"Feste-Tische" erhalten immer eine besondere Gestaltung, dem Anlass entsprechend. Bei speziellen Festen wird auch etwas besonderes gekocht, z.B. "Dreikönigskuchen" (nach französischem Originalrezept) zum Dreikönigsfest.

Ein Glöckchenläuten und ein Tischspruch zu Beginn und Ende des Frühstücks gehören zum festen Bestandteil unseres gemeinsamen Essens.

Über das Jahr verteilt gibt es immer wieder Gestaltungen, die das Erlebnis, woher unsere Nahrung kommt, in den Mittelpunkt stellen: Der Nikolaus bringt uns z.B. einen kleinen Weizenkörnersack; diese Körner pflanzen wir vor Ostern in Pflanzschalen und setzen die Keimlinge Anfang Mai zuhause in den Garten. Im Herbst bringen die Kinder das reife Getreide in Ähren mit zum Kindergarten, wo es gedroschen und gemahlen wird und daraus Pfannkuchen gebacken werden.

Bitte beachten Sie den Aspekt, dass unsere Ernährungserziehung ein ganzjähriges Angebot ist. Es handelt sich nicht um ein zeitlich begrenztes Projekt - es ist unser Lebensalltag im Kindergarten!

Optional bieten wir den Kindern, die länger betreut werden, ein Mittagessen an. Auch das Mittagessen wird frisch und ökologisch zubereitet und wechselt täglich, jedoch in folgendem wöchentlichen Rhythmus:

Zusätzlich wird an jedem Tag als Beilage oder Nachspeise Apfel, Gurke und Gelbe Rübe angeboten.


2.4. Bewegungserziehung im Kindergarten (BEP 7.11)

Die Waldorfpädagogik, nach der wir in unserem Kindergarten arbeiten, geht von der Erkenntnis aus, dass jegliche Bewegung das Elementarbedürfnis des Kindes ist. Aus diesem Grund sind alle Gestaltungen im Erziehungsalltag danach ausgerichtet:


2.5. Informations- und Kommunikationstechnik, Medien

Medienkompetenz entsteht nicht am Medium.

Eine so genannte Medienkompetenz wird nicht durch sofortige Mediennutzung in der frühen Kindheit erreicht, sondern durch den Erwerb ganz anderer Kompetenzen, die vorausgehen müssen. Die wichtigste und grundlegendste von ihnen ist die vollständige Ausbildung der motorischen und sensorischen Fähigkeiten, durch die das Gehirn des Kindes erst seine volle Leistungsfähigkeit erlangt und der Organismus die nötige Stabilität gewinnt um sich gesund entwickeln zu können. Das Kind ist existenziell darauf angewiesen, seine Sinnesorgane möglichst differenziert entwickeln zu können, indem es die Welt mit ihrer Fülle der unterschiedlichsten Wahrnehmungsqualitäten immer wieder unmittelbar tätig erlebt. Das Kind lernt über die verschiedenen Sinnesorgane (Gehör, Geschmackssinn, Auge, Tastsinne, usw.) einen Gegenstand zu begreifen und zuzuordnen. Die Fähigkeit, Informationen aus verschiedenen Sinnesbezirken durch die eigene innere Aktivität im Zusammenhang zu bringen, muss in einem langen Lernprozess erworben werden. Sie bildet die Grundlage für Denken und Urteilsvermögen, und auf sie gestützt kann der junge Mensch in späteren Jahren aus Daten Wissen, aus Symbolen Bedeutung, aus Texten Sinn schöpfen.

Eben diese Fähigkeit, die in den ersten Kindheitsjahren veranlagt werden muss, lässt sich an den elektronischen Medien prinzipiell nicht ausbilden.

Wenn Bildung wirklich vom Kind her gedacht werden soll, wie in den aktuellen Bildungsplänen gefordert, dann müssen die Gesetzmäßigkeiten der kindlichen Entwicklung die Beachtung finden, die ihnen gebührt. Solange die Entwicklungsfenster für die Ausreifung der den Sinnesorganen zugeordneten Gehirnareale noch nicht offen sind und alle sinnlichen Eindrücke unmittelbar die Vernetzung des Gehirns formen, ist es schon aus physiologischen Gründen nicht zu verantworten, in vorschulischen Einrichtungen Bildschirmmedien einzusetzen.

So sehr die Waldorfpädagogik Wert darauf legt, in den höheren Klassen der Schule Medienkunde und Computeruntericht stattfinden zu lassen, so entschieden lehnt sie es ab, elektronische Medien im Kindergarten und im Grundschulbereich als pädagogische Mittel einzusetzen - nicht aus Medienfeindlichkeit, sondern im Gegenteil um die spätere Medienkompetenz in bestmöglicher Weise Wirklichkeit werden zu lassen.

2.6. Besondere Arbeiten mit den Vorschulkindern


2.7. Elternarbeit


2.8. Fortbildungen


2.9. Tagesablauf


2.10. Wochenrhythmus


2.11. Jahresrhythmus

Die Inhalte der Epochen werden den Eltern immer an der Infotafel bekannt gegeben.

2.12. Integration

Zu unserem pädagogischen Konzept gehört die Betreuung von Kindern mit Erziehungsschwierigkeiten, Entwicklungsstörungen und Behinderungen. Kinder, die nach § 53 SGB XII als behindert anerkannt sind oder von einer behinderung bedroht sind, können in der Gruppe mit der Kindergartenleiterin Marianne Kristahn betreut werden. In der Waldorfpädagogik verwendet man für diese Kinder den Begriff "seelenpflegebedürftige" Kinder. Der pädagogische Ansatz geht bei diesen Kindern nicht von einer "Behinderung" aus.

Für die seelenpflegebdürftigen Kinder ist es wichtig, dass der Tagesablauf heilsam gestaltet ist und sich präventiv auf die Entwicklung auswirkt. Während Kinder allgemein das Erlebte ihrer Umwelt scheinbar wie von selbst nachahmen, bedarf es bei den seelenpflegebedürftigen Kindern intensiver Anregung. Durch gezielte Förderung wird die Nachahmung, die eine wichtige Grundlage für das kindliche Lernen ist, angeregt. Zudem wird die Willensstärke angesprochen, die das Entwicklungspotential zur Entfaltung bringt. Jedes Kind, mag die Behinderung noch so gravierend sein, trägt gesund und altersgemäß Entwickeltes in sich, das gerade in einer Gruppe mit integrativen Kinder(n) zum Ausdruck kommt. So steht nicht das Defizit des Kindes im Vordergrund sondern die ganze Persönlichkeit, die die Gemeinschaft bereichert und sich in seinem "so sein" angenommen fühlt. Durch das seelenpflegebedürftige Kind machen die anderen Kinder besondere Erfahrungen mit sich selbst und werden durch die Vielfalt der menschlichen Lebensbedingungen bereichert. Konventionelle Maßstäbe und Leistungskriterien lösen sich auf. Allein die Individualität, deren Entwicklung und die Lernleistung zählen in der integrativen sozialen Gemeinschaft.

Für die Eltern der Integrationskinder besteht jederzeit die Möglichkeit der Rücksprache. Der Hilfeplan wird mit den Eltern gemeinsam erarbeitet. Regelmäßiger Austausch (bis zu täglich) über die Entwicklung, neue Problemstellungen, Änderungen im Förderbedarf, Auswirkungen auf das Umfeld des Kindes wird von beiden Seiten wahrgenommen.

Änderungen von ärztlicher Seite werden uns durch die Eltern dargelegt. Mit der Frühförderstelle sind wir durch gegenseitige Hospitationen und Gespräche in großer Runde (Eltern, Erzieher, jeweiliger Vertreter der Frühförderstelle) im Austausch.

Die gesamte Elternschaft wird jeweils am Beginn des Kindergartenjahres auf die besonderen Bedürfnisse des Integrationskindes hingewiesen. Auch an den Elternabenden, die sich mit menschenkundlichen Themen befassen, steht immer das "Bild vom Menschen" im Bewußtsein.

3. Tabellarisches

3.1. Kinder
Kindergarten-
gruppen
Spiel-
gruppe
Altersgrenze und integrative Kinder: In den Kindergartengruppen werden nichtbehinderte und bis zu zwei behinderte Kinder von 2½ Jahren bis zum Eintritt in die Schule aufgenommen. In der Spielgruppe werden nichtbehinderte Kinder von ca. 1¾ Jahren bis zum Eintritt in die Kindergartengruppe aufgenommen.
Altersverteilung zum Stichtag: 2 Kinder zwei Jahre
16 Kinder drei Jahre
13 Kinder vier Jahre
10 Kinder fünf Jahre
(1 Kind 2 Jahre und 1 Kind 3 Jahre werden zusätzlich im Kindergartenjahr aufgenommen)
Zahl der Plätze: gesamt 50 10
Belegte Plätze zum Stichtag: 41 (2 Kinder werden zusätzlich im Kindergartenjahr aufgenommen) 8 (2 Kinder werden zusätzlich im Kindergartenjahr aufgenommen)
Einzugsgebiet: Laut Anerkennungsbescheid Stadt Deggendorf; darüber hinaus liegen Förderzusagen der u.g. Kommunen vor. Für andere Kommunen kann nach derzeitiger Gesetzeslage die Förderung beantragt und mit einer problemlosen Förderzusage gerechnet werden. Dementsprechend besuchen im Durchschnitt meist mehr als 10 Kinder aus benachbarten Kommunen (sogar bis aus den Nachbarlandkreisen) den Freien Kindergarten Stadt Deggendorf und Umgebung
Verteilung auf das Einzugsgebiet: 28 Kinder aus der Stadt Deggendorf (2 Kinder werden zusätzlich im Kindergartenjahr aufgenommen)
6 Kinder aus dem Markt Metten
2 Kinder aus der Gemeinde Auerbach
2 Kinder aus der Gemeinde Stephansposching
jeweils 1 Kind aus der Gemeinde Bernried, der Gemeinde Moos und der Gemeinde Offenberg
(Dies schließt nicht aus, dass Kinder aus anderen Kommunen aufgenommen werden; siehe oben bei "Einzugsgebiet")
Stadt Deggendorf und Umgebung
Integration: Zum Stichtag kein integratives Kind. (Dies schließt jedoch nicht aus, dass wie in den letzen Jahren integrative Kinder aufgenommen werden) Zum Stichtag kein integratives Kind.
Nationalität der
Kinder:
Zum Stichtag 38 Kinder deutschsprachiger Herkunft (2 Kinder werden zusätzlich im Kindergartenjahr aufgenommen), 3 Kinder mit Migrationshintergrund Zum Stichtag nur Kinder deutschsprachiger Herkunft. (Dies schließt jedoch nicht aus, dass Kinder mit Migrationshintergrund aufgenommen werden)
3.2. Zeiten
Öffnungszeiten, Bring-
und Holzeiten, Kernzeit, Schließtage:
Siehe Betreuungsvertrag
(im PDF-Format, .pdf) und Schließtage
Siehe Aufnahmevertrag Spielgruppe
(im PDF-Format, .pdf) und Schließtage
3.3. Elternbeitrag
Staffelung nach Buchungszeiten: Siehe Betreuungsvertrag (im PDF-Format, .pdf) Siehe Aufnahmevertrag Spielgruppe (im PDF-Format)
3.4. Personal
Das Team: Marianne Kristahn (Staatl. Erzieherin mit Waldorfausbildung, Kindergarten- und Gruppenleitung),
Lydia Altmann (Staatl. Erzieherin, Gruppenleitung),
Renata Heining (Staatl. Erzieherin mit Waldorfausbildung),
Carola Hoffmann (Kinderpflegerin und Kinderkrankenschwester)
Anne Berberich (Kinderpflegerin),
Corinna Schreiner (Kinderpflegerin, Berufspraktikantin in Ausbildung zur Erzieherin)
Annegret Liebig-Reh (Eurythmistin)
Dagmar Brauße (Waldorf-Spielgruppenleiterin)
Anstellungsschlüssel: Empfohlener Anstellungsschlüssel 1:10 und Qualifikationsschlüssel 50:50 wird weit mehr als eingehalten.
3.5. Qualitäts- management
Sicherung der Qualität durch: Konzeption
Vernetzung (mit Frühförderstelle, Ämtern, Anderen Einrichtungen, Schulen, ...)
Überdurchschnittlicher Anstellungsschlüssel
Jährliche Elternbefragung
Beratungstätigkeit (Elterngespräche, Austausch mit Ämtern, Teams, Kollegen, ...)
Veröffentlichung im Intranet
Je nach Bedarf Supervision
Konzeption
Abstimmung mit Erzieherinnen
Je nach Bedarf Supervision

4. Verweissammlung


Die nachfolgende Sammlung schon im Text referenzierter Verweise auf weitere Informationen innerhalb unseres Angebots ist Bestandteil unserer Konzeption:

- Leitbild (im PDF-Format, .pdf)
- Grundlagen
- Erziehungsziele
- Betreuungsvertrag und Buchungsbeleg Kindergartengruppe (im PDF-Format, .pdf)
- Aufnahmevertrag Spielgruppe (im PDF-Format, .pdf)
- Schließtage
- Impressum
- Trägerverein
- Lage und Anfahrt
- Manufaktur
- Gartengruppe
- Kindergartenordnung (im PDF-Format, .pdf)
- Belehrung der Eltern nach IfSG (im PDF-Format, .pdf)